|
EFQM-Modell Sich mit den Besten messen
Die European Foundation for Quality Management (EFQM) wurde 1988 von 14 Unternehmen gegründet, die “die treibende Kraft für nachhaltige Excellence in Europa” sein wollten. Heute erstreckt sich das Netzwerk über tausende Organisationen. Der Grundgedanke des Management-Modells der EFQM lautet, das exzellente Ergebnisse von einer Führung erzielt werden, die Politik und Strategie mit Hilfe der Mitarbeiter, von Partnerschaften und Ressourcen sowie der Prozesse umsetzt, wie in der folgenden Abbildung dargestellt:
Abb. 1: Der Grundgedanke des EFQM-Modells
Um die Leistung von Unternehmen zu verbessern, empfiehlt die EFQM eine umfassende, regelmäßige und systematische Überprüfung der Tätigkeiten und Ergebnisse in Form einer Selbstbewertung. Dadurch werden Stärken und Verbesserungspotenziale des Unternehmens sichtbar. Diese werden durch Verbesserungspläne, deren Fortschreiten überwacht und bewertet wird, realisiert. Die Kriterien für die Selbstbewertung sind im EFQM-Modell für Excellence dargestellt:
Abb. 2: EFQM-Modell für Excellence
Bei der Bewertung wird sowohl berücksichtigt, wie das Unternehmen seine Aktivitäten abwickelt (Befähiger), als auch welche Ergebnisse erzielt werden. Mit Innovation und Lernen werden die Befähiger verbessert, wodurch wiederum bessere Ergebnisse erzielt werden.
Zu den Befähigern gehören eine visionäre und begeisternde Führung, die ihre Mission und Vision in eine Strategie umsetzt, die durch Politik, Ziele, Pläne und Prozesse entfaltet wird. Die Mitarbeiter werden eingebunden und zum Handeln ermächtigt, ihr Wissen und ihre Kompetenzen werden ermittelt, gefördert und ausgebaut. Partnerschaften zur Optimierung der Wertschöpfung werden z.B. mit Kunden, Lieferanten oder der Gesellschaft geschlossen und gepflegt. Zu den zu managenden Ressourcen gehören Gebäude, Einrichtungen, Material, Technologie, Informationen und Wissen. Die Prozesse werden systematisch gestaltet und gemanagt, um Kunden und andere Interessengruppen zufrieden zu stellen und die Wertschöpfung für sie zu steigern. Kundenbeziehungen werden gemanagt und vertieft.
Bei den Ergebnissen werden Messergebnisse über die Wahrnehmung der Kunden, der Mitarbeiter und der Gesellschaft sowie bezüglich der Schlüsselleistungen (die sich aus der Strategie und Politik ableiten) ausgewertet.
Die Selbstbewertung nach EFQM-Modell ist auch Grundlage für die Teilnahmen am deutschen Qualitätspreis Ludwig-Erhard-Preis und den von der EFQM ausgeschriebenen Europäischen Qualitätspreis, den EFQM Excellence Award (EEA, steht auch Nichtmitgliedern offen). Wer sich nicht gleich mit der Spitze messen möchte, kann auf dem Weg dorthin folgende Anerkennungsstufen erreichen:
Verpflichtung zu Excellence beinhaltet die Durchführung einer Selbstbewertung auf Basis des EFQM-Modells und die Entwicklung eines Maßnahmenplans. Die Umsetzung von 3 ausgewählten relevanten Verbesserungsmaßnahmen wird durch einen Vor-Ort-Besuch durch einen “Validator” überprüft.
Anerkennung für Excellence umfasst eine Prüfung der umfassenden Selbstbewertung durch ein Assessorenteam. Teilnehmen können Organisationen, die bei der Selbstbewertung mindestens 350 Punkte erreichen.
EFQM Excellence Award: Der Europäische Qualitätspreis wird jährlich in verschiedenen Kategorien verliehen. Im Jahr 2003 wurde als einziges deutsches Unternehmen der Schindlerhof, ein Tagungshotel aus Nürnberg-Boxdorf, mit einem Preis (für Kundenorientierung) ausgezeichnet. Im Jahr 2006 gewannen gleich vier deutsche Unternehmen einen Preis: die BMW Group, Produktion Fahrwerks- und Antriebskomponenten (Award Winner; Prize Winner für Führung), TNT Express GmbH (Award Winner, Prize Winner für Kundenorientierung, www.tnt.de), Knorr Bremse (Prize Winner für Ergebnisorientierung, www.knorr-bremse.com) und T-Systems Multimedia Solutions GmbH (Prize Winner für Mitarbeiterentwicklung und -beteiligung; www.t-systems-mms.com).
Weitere Informationen zum EFQM-Modell: >> website der European Foundation for Quality Management >> website des deutschen EFQM-Center >> EFQM Excellence Award
>> Mein Angebot
|